Ökumenisches Heiligenlexikon

Adalsind

1 Gedenktag katholisch: 24. Dezember

Name bedeutet: aus edlem Geschlecht (althochdt.)

Äbtissin in Marchiennes
688 in Marchiennes in Frankreich


Adalsind, die Tochter von Adalbald und Richtrudis und Schwester von Chlotsind, Eusebia und Maurontus, wurde nach dem Tod des Vaters um 646 Nonne im damaligen Doppelkloster in Marchiennes, das ihre Eltern gestiftet hatten und dessen weiblichen Teil ihre Mutter leitete. Nach deren Tod 687 wurde Adalsind ihre Nachfolgerin als Äbtissin.

Das Kloster in Marchiennes wurde im 9. und nochmals im 10. Jahrhundert von den Normannen zerstört. 1024 wurde die Benediktinerregel eingeführt und das Kloster reines Männerkloster; es wurde eine der wichtigsten Abteien in Nordfrankreich. In der Französischen Revolution wurden die letzten 40 Mönche 1791 vertrieben und die Gebäude weitgehend zerstört; verblieben sind das Südtor mit dem heutigen Rathaus und das Taubenschlag genannte Nordtor.



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 19.05.2026

Quellen:
• Erhard Gorys: Lexikon der Heiligen. dtv, München, 1997
• Otto Wimmer, Hartmann Melzer: Lexikon der Namen und Heiligen, bearb. u. erg. von Josef Gelmi. Tyrolia, Innsbruck, 1988
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_Sainte-Rictrude_et_Saint-Pierre_de_Marchiennes - abgerufen am 17.07.2023
• Infotafel am Rathaus in Marchiennes

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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