Winnoc von Wormhout
auch: Winoc, Winoch, Winnocus, Gwenneg, Pinnock
auch: von Bergues
Gedenktag katholisch: 6. November
Erhebung der Gebeine: 20. Februar
Erhebung der Gebeine in Mons: 23. März
Übertragung der Gebeine: 18. September
Name bedeutet: der kleine Weiße (bretonisch)
Winnoc war der Überlieferung zufolge ein Sohn des Königs == Judaël von Dumnonia und Bruder von König Judicaël, dem berühmten Einsiedler Jodokus sowie von Ingenoc, Eumaël (Quadanoc), == Solomon (Gozel) von der Bretagne und Doetval; schon als Jüngling führte Winnoc ein sehr frommes Leben. Er floh vor den eindringenden Sachsen in die Bretagne und wurde Mönch im damaligen Kloster Sithiu im heutigen Saint-Omer bei Calais unter Abt Bertin. Als Bertin von dem Edelmann Heremar im heutigen Wormhout ein Stück Land zur Errichtung eines neuen Klosters geschenkt wurde, schickte er Winnoc zusammen mit seinen ihn begleitenden Brüdern Eumaël, Ingenoc und Doetval dorhin, um das Kloster zu gründen. Das Kloster - an der Stelle des heutigen Ärztehauses - wurde Martin geweiht, nebenan wurde ein Spital errichtet. Winnoc und seine Mönche wirkten dann als Glaubensboten in der Gegend. Gerühmt wird, dass Winnoc sich auch für niedrigste Arbeiten nicht zu schade war und seine Gabe, schon zu Lebzeiten Wunder zu wirken; so habe sich eine Handmühle von selbst bewegt und Korn gemahlen für die Mönche und die Armen, während er im Gebet versunken war. Ein andermal spickte ein Mönch durch die Ritze der Tür um zu sehen, wie der schon alte Winnoc so hart arbeiten konnte; der Neugierige wurde mit Blindheit gestraft, aber von Winnoc geheilt.
Auch an Winnocs Grab geschahen zahlreiche Wunder, die von dem Mönch Drogo aufgezeichnet wurden. Der Mönch Bertin verfasste
im 9. Jahrhundert oder früher die erste Lebensgeschichte von Winnoc. Das damalige
Kloster in Wormhout wurde 881 von den Normannen
völlig zerstört und dshalb um 900 unter Balduin II. dem Kahlen
, dem Grafen von
Flandern, nach
Bergues-Saint-Winoc - heute Bergues - bei Dunkerque
verlegt, wohin Balduin IV. 1024 Winnocs Reliquien übertragen ließ, woraufhin das Kloster
Winnoc geweiht wurde.
Im 11. Jahrhundert wurde das Kloster Sithiu nach Abt Bertin in Saint-Bertin umbenannt. Im 12. Jahrhundert wurde es dem Verband der Benediktinerklöster von Cluny angegliedert und reformiertDie Reformen von Cluny gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Cluny in Burgund. Ziel war die strenge Beachtung der Benediktinerregel und Vertiefung der Frömmigkeit des einzelnen Mönches sowie eine neue Gewissenhaftigkeit bei der Feier des täglichen Gottesdienstes. Die Klosterwirtschaft sollte selbständig zum Erhalt des Klosters dienen können und die Klöster aus dem Herrschaftsanspruch der weltlichen Herren aber auch der Bischöfe herausgenommen und direkt dem Schutz des Papstes unterstellt werden.. Im Mittelalter stand es in hoher Blüte, seine Kirche war ein herausragendes Bauwerk der Gotik des 14. Jahrhunderts. 1791 wurde das Kloster in der Französischen Revolution aufgelöst und verfiel, die Steine wurden zum Bau des Rathauses verwendet. Heute sind Mauerreste erhalten und der Grundriss der Klosterkirche ist im Boden markiert.
Die Abtei Saint-Winoc in Bergues wurde 1789 in der Französischen Revolution zerstört, erhalten ist nur noch das Eingangstor, ein 1812 wieder aufgebauter Spitzturm und der einstige Kirchturm.
Attribute:
als Prinz, der ins Kloster aufgenommen wird
Patron
der Müller und zur Verscheuchung von Krähen
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 07.06.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von
J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• https://catholicsaints.info/saint-winnoc-of-wormhoult - abgerufen am 18.07.2023
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Winoc_de_Bergues - abgerufen am 18.07.2023
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Bergues#Antiquit.C3.A9 - abgerufen am 18.07.2023
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Wormhout#Personnalit%C3%A9s_li%C3%A9es_%C3%A0_la_commune - abgerufen am 07.06.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
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https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.