Valentin
Gedenktag katholisch: 14. Februar
Name bedeutet: der Kräftige (latein.)
Eine Kopfreliquie eines Valentin kam - wohl im 11. Jahrhundert - ins damalige Kloster Notre-Dame der Benediktiner nach Jumièges. Um 1120 wurde - zum Dank dafür, dass die Reliquie eine Mäuseplage abgewendet hatte - als Pfarrkirche unweit des Klosters dann die ihm geweihte Kirche Saint-Valentin erbaut.
Dieser Valentin ist wohl identisch mit Valentin von Terni.
Das 654 durch Philibert gegründete Kloster Notre-Dame in Jumièges wurde 841 von den Wikingern geplündert und niedergebrannt. Ab 930 wurde es von Benediktinern wieder aufgebaut und zu einem der reichsten und mächtigsten Klöster in der Normandie. 1562 überfielen Hugenotten das Kloster, aus dem die Mönche aber schon geflohen waren, die im Jahr darauf zurückkehrten und den Wiederaufbau unternahmen. 1789 zählte das Kloster nur noch 18 Mönche, in der Französischen Revolution musste es sich Ende 1790 auflösen, die Gebäude wurden verkauft. 1852 begann die damalige Besitzerfamile - nicht zuletzt unter dem Einfluss des Schriftstellers und Politikers Victor Hugo, der das Anwesen als schönste Ruine Frankreichs bezeichnet hstte - mit deren Restaurierung. Seit 1947 ist das Gelände in Staatsbesitz und heute Museum.
Eine sehr ausführliche Darstellung über die Geschichte der Valentin-Reliquie in Jumièges bietet auf Französisch die Webseite Saint Valentin.
Die Ruinen des
Klosters in Jumièges sind täglich von 9.30 Uhr
bis 18.30 Uhr - von Mitte Septmber bis Mitte April mit Mittagspause von 13 Uhr bis 14.30 Uhr - geöffnet, der Eintritt beträgt
7,50 €. (2026)
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 29.06.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von
J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• http://jumieges.free.fr/Valentin.html - abgerufen am 17.08.2024
• Infotafel an der Kirche Saint-Valentin in Jumièges
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_de_Jumi%C3%A8ges - abgerufen am 28.06.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
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https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.