Ökumenisches Heiligenlexikon

Regina von Ostrevant

1 Gedenktag katholisch: 1. Juli
Erhebung der Gebeine: 17. März, 17. April
Übertragung der Gebeine: 11. Juni

Name bedeutet: die Königin (latein.)

Wohltäterin, Klostergründerin
um 790 in Donon, heute Denain bei Valenciennes in Frankreich


Regina stammte aus königlichem Geschlecht und wurde die Frau des Grafen Adalbert von Ostrevant, der Palastbeamter bei Frankenkönig Pippin dem Jüngeren war. Wie ihr Mann zeichnete sich auch Regina aus durch Frömmigkeit und Tugend, gemeinsam hatten sie der Überlieferung zufolge zehn Töchter, die sich alle der Ehelosigkeit verschrieben. Das Ehepaar zeichnete sich durch freigiebiges Almosengeben aus. Für ihre Töchter stifteten sie 764 das damalige Kloster der Benediktinerinnen in Denain zu Ehren der heiligen Gottesgebärerin und von Martin. Tochter Ragenfredis wurde dessen erste Abtissin.

Reginas Gebeine wurden zusammen mit denen ihres Mannes Adalbert und ihrer Tochter Ragenfredis erhoben und auf dem Hochaltar der Kirche des damaligen Klosters in Denain aufgestellt.

Das ehemalige Kloster in Denain wurde 851 von den Wikingern zerstört, dann wieder aufgabeut. Um 1500 wurde es zum Kanonissenstift, in der Französischen Revolution aufgehoben. Heute sind dort Tennisplätze.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Acta Sanctorum



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 18.05.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882

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