Molaise von Leighlin
auch: Molassius, Lamalisse, Elmolaise, Lemolash, Lamlash, Laisrén, Laserian, Lasrian, Lacerian, Lafrian
Gedenktag katholisch: 18. April
nicht gebotener Gedenktag in Irland
Name bedeutet: mein Licht (gälisch)
Molaise war der historisch weithin unbelegten Überlieferung zufolge ein Sohn des Adeligen Cairellus; seine Mutter war Gemma, eine Tochter des mit Kolumban „dem Älteren” verwandten, dann von 574 bis 608 im Westen von Schottland herrschenden Königs Aedhan / Áedán mac Gabráin. Letzterer lebte im Exil in Ulster, bis er 574 den Thron übernehmen und in seine Heimat zurückkehren konnte, wobei Gemma mit ihrem Sohn ihn begleitete. Schon als Jugendlicher wirkte Lasrean dort Wunder. Um 579 kehrte Gemma nach Irland zurück und übergab Lasrean Fintan Munnu zu weiteren Ausbildung in dessen Kloster in Taghmon in der Grafschaft Wexford. Den ihm angebotenen Königsthron lehnte Lasrean ab, er ging stattdessen als Einsiedler in eine Höhle auf der Holy Isle bei Lamlash auf der Insel Arran in Schottland. Als er Rom besuchte, wurde er von Papst Gregor „dem Großen” zum Priester geweiht. Nach der Rückkehr trat er ins Kloster Leighlin ein, wo er Abt wurde. Um 625 ging er wieder nach Rom und wurde dort von Papst Honorius I. zum Bischof geweiht und zum Apostolischen Gesandten ernannt. Molaise führte die römische Methode zur Datierung des Osterfestes ein und passte die Kirchenordnung der von Rom an; 630 hielt er in Leighlin eine SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. ab, die die entsprechenden Beschlüsse fasste.
Die in vielem rein legendarische Lebensgeschichte von Molaise verfasste der Jesuit Heinrich Fitz-Simon nach alten irischen Handschriften.
Die heute nach Molaise benannte Höhle auf der Holy Isle wurde 1908 ausgegraben. In Old Leihglin ist die Kathedrale - seit der Reformation eine anglikanische Kirche - Laserian / Molaise geweiht.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 16.08.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche
Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von
J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://en.wikipedia.org/wiki/Molaise_of_Leighlin - abgerufen am 27.02.2025
• https://en.wikipedia.org/wiki/Molaise_of_Leighlin - abgerufen am 16.08.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.