Milada von Prag
auch: Mlada, Mileda
Ordensname: Maria
Gedenktag katholisch: 8. Februar
Name bedeutet: die Gütige / die Liebenswerte (slawisch)
Milada war eine Tochter des Fürsten Bolesław I. dem Grausamen
von
Böhmen. Sie wurde am damaligen
Kloster Niedermünster in Regensburg erzogen
und dann von ihrem Vater nach Rom gesandt,
um bei Papst Johannes XIII. die Erlaubnis zur Gründung eines eigenständigen Bistums für Böhmen und
Mähren mit Sitz in
Prag zu erreichen. Der
Regensburger Bischof Michael weigerte sich aber,
auf diese bislang zu seiner Diözese gehörenden Gebiete und die Einnahmen zu verzichten, erst
Wolfgang von Regensburg stimmte zu. Während ihres Aufenthaltes in Rom trat
Milada mit dem Ordensnamen Maria dem Benediktinerorden bei und wurde von Papst
Johannes zur Äbtissin geweiht. Nach ihrer Rückkehr um die Jahreswende 972/973 richtete sie in Prag das von ihrem Bruder
Boleslaw II. finanzierte Kloster an der Kirche St. Georg /
svatého Jiří ein, die allererste Ordensniederlassung
in Böhmen.
Miladas Gebeine ruhen seit 1675 in der Annakapelle der Kirche ihres Klosters an svatého Jiří in Prag.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 04.01.2026
Quellen:
• https://cs.wikipedia.org/wiki/Bazilika_svat%C3%A9ho_Ji%C5%99%C3%AD - abgerufen am 03.01.2026
• https://www.domradio.de/namen/milada - abgerufen am 03.01.2026
• Ines Fröde, E-Mail vom 30. April 2021
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.