Ökumenisches Heiligenlexikon

Kalliopios

lateinisch: Calliopius

1 Gedenktag katholisch: 7. April

1 Gedenktag orthodox: 22. März, 7. April, 9. April, 8. Mai

Name bedeutet: der gute Fromme (griech. - latein.)

Märtyrer
* in Perge in Pamphylien, heute Ruinen bei Antalya in der Türkei
um 310 in Pompeiopolis, heute Viranşehir / Mezitli bei Mersin in der Türkei


Kalliopios, laut Überlieferung Sohn eines reichen und vornehmen Rathsherrn, der schon vor seiner Geburt starb, stellte sich demnach in der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian freiwillig unter Kaiser Maximianus Herculius, dem Mitkaiser von Kaiser Diokletian. Er wurde vor Gericht gestellt, konnte aber fliehen und kam nach Pompeiopolis. Wieder wurde er vor den Richter gebracht, gefoltert und am Karfreitag zur dritten Stunde, also in der Todesstunde Jesu Christi - mit dem Kopf nach unten gekreuzigt. Seine Mutter Theoklea (Dioclia) brach während der Hinrichtung ihres Sohnes zusammen, starb kurz darauf - wird deshalb auch als Märtyrerin verehrt - und wurde gemeinsam mit ihrem Sohn bestattet.

Säulenstraße zum Hafen von Pompeiopolis, wohl nach 130 unter Kaiser Hadrian entstanden
Säulenstraße zum Hafen von Pompeiopolis, wohl nach 130 unter Kaiser Hadrian entstanden. Pompeiopolis wurde christlicher Bischofssitz bis zur Zerstörung der Stadt durch ein Erdbeben 525.


Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 10.02.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
• Johannes Madey. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. III, Herzberg 1992

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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