Johannes I.
Gedenktag katholisch: 18. Mai
nicht gebotener Gedenktag
Gedenktag IV. Klasse Im alten Messbuch entspricht die IV. Klasse einem nichtgebotenen Gedenktag. Grundsätzlich werden offiziell alle Klassen als „Feste” bezeichnet, da der Rang ja nicht durch das Wort „Fest”, sondern durch die Klasse gekennzeichnet wird.
Feste der IV. Klasse können außerhalb der geprägten Zeiten (Advent, Weihnachtsoktav, Fastenzeit, Osteroktav) statt der Tagesliturgie gefeiert werden, müssen aber nicht gefeiert werden, sondern können stattdessen auch nur kommemoriert werden (dann wird das zweite oder dritte Gebet von dem Gedenktag IV. Klasse genommen, während die übrigen Texte vom Tag sind).:
27. Mai (Übertragung der Gebeine), Todestag: 18. Mai
Übertragung der Gebeine: 1. Juni
Gedenktag orthodox: 18. Mai
Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)
Johannes war Diakon in Rom. Er wurde 523,
während der Regierungszeit von Ostgotenkönig Theoderich dem Großen
, der in
Ravenna residierte, zum Papst gewählt. Beide
hatten anfangs ein gutes Verhältnis und unterstützten sich gegenseitig. Johannes führte mit Hilfe von
Dionysius „Exiguus” die
Osterfesttafel der Kirche von
Alexandria in der Kirche in
Rom ein, die sich dann im ganzen Westen
durchsetzte. Durch Vermittlung von Galla von Rom erhielt er der
Überlieferung zufolge 524 ein Marienbild, das die in Rom wütende Pestepidemie stoppte
und heute in der Kirche Santa Maria in Portico in
Campitelli verehrt wird.
Dann aber wurde Johannes verwickelt in den Machtkampf zwischen dem oströmischen Reich unter dem im damaligen Großen Palast in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - residierenden Kaiser Justinus I. und den Ostgoten, die Anhänger des Arianismus waren. Als König Theoderich von Johannes Unterstützung für sich und die Ostgoten und Fürsprache in Konstantinopel für die Arianer verlangte, deren Kirchen dort eingezogen und die zwangsweise bekehrt wurden, kam es zum Bruch: auf einer Reise zum Kaiser in Konstantinopel, zu der er sich als erster Papst aufmachte, weil ihn Theoderich dazu gezwungen hatte, konnte Johannes den ihm aufgezwungenen Auftrag nicht erfüllen; die Byzantiner blieben bei ihrer Ablehnung der Irrlehre, gestanden lediglich die Rückgabe einiger Kirchen zu. Bei der Rückkehr wurde Johannes deshalb von Theoderich in Ravenna festgehalten, wo der altersschwache Papst wenige Tage darauf starb.
Die Überlieferung von einer Kerkerhaft Johannes' in Ravenna, gar einem Martyrium, sind Legende; dennoch wird er als Märtyrer verehrt.
Briefe von Johannes gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Heiligenlexikon
als USB-Stick oder als DVD
Unterstützung für das Ökumenische Heiligenlexikon
Artikel des Ökumenischen Heiligenlexikons bei Google gezielt anzeigen
Seite zum Ausdruck optimiert
Unser Reise-Blog:
Reisen zu den Orten, an denen die
Heiligen lebten und verehrt werden.
Empfehlung an Freunde senden
Artikel kommentieren / Fehler melden
Fragen? - unsere FAQs antworten!
Impressum - Datenschutzerklärung
Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Januarius Maria Sarnelli
Diemo
Emanuela Theresia von Bayern
Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 15.08.2026
Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Karl Heussi: Kompendium der Kirchengeschichte. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1976
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl.,
Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.