Chrysolius der Armenier
französische Namen: Chrysole, Chryseuil
Gedenktag katholisch: 7. Februar
Name bedeutet: der Goldene (griech. - latein.)
Chrysolius war der Überlieferung nach Prinz und Erzbischof in Armenien. Vor den Verfolgungen unter Kaiser Diokletian floh er demnach und kam nach Rom, wo ihn der Papst beauftragte, zusammen mit Dionysius von Paris, Quintinius, Piatus von Tournai und Lucian von Beauvais in Gallien zu missionieren. Er wirkte als Glaubensbote und Bischof im Gebiet von Cambrai und Tournai, bis er zusammen mit mehreren Gefährten in Verlinghem an der Stelle des Brunnens das Martyrium durch Enthauptung erlitt.
Wie Dionysius von Paris trug Chrysolius seinen Kopf der Legende nach - zusammen mit einer aus Rom mitgebrachten Petrus-Reliquie - an den Platz, wo er begraben werden wollte: nach Comines am Fluss Lys. Dort wurde eine Kirche über seinem Grab errichtet - an der Stelle der 1929 in orientalischem Stil neu gebauten, ihm geweihten riesigen Kirche Saint Chrysole. Am 7. Februar 656 - daher der Gedenktag - erhob Bischof Eligius von Noyon seine Gebeine. Dem Brunnen in Verlinghem werden heilsame Kräfte zugeschrieben.
Patron
von Verlinghem
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am <<<26.05.2026>
Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl.,
Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994
• Infotafel in der Kirche Saint Chrysole in Comines
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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